Erste Worte

Es ist der letzte Tag in meiner alten Wohnung. Ab morgen schon schlafe ich in einem anderen Raum, in einem anderen Haus, in einer anderen Straße. Es ist eine Rückkehr, denn ich ziehe in mein Elternhaus, werde dort auf Bitten meines Vater leben, um mich um ihn und um meine demente Mutter zu kümmern. Von diesem, neuen Leben möchte ich in diesem Blog schreiben.

Ich führe seit Jahren an anderer Stelle ein öffentliches Blog, zu dem ich ganz am Anfang sehr vielen Menschen Zugang gewährte, nicht wissend, daß mich das sehr binden würde, und ich niemals wirklich frei schreiben könnte. In einem gewissen Maß habe ich zwar gelernt, mich dennoch auszudrücken, doch was mich wirklich bewegt, blieb mit den Jahren auf der Strecke, und ich muss erst wieder lernen, vom Aussen wegzukommen und an das Innere zu gelangen. Dies möchte ich mit diesem Blog versuchen.

Ich freue mich auf das Leben das vor mir liegt, und ich habe auch große Angst davor.

Ich verstehe mich inzwischen gut mit meinen Eltern, obwohl es früher Zeiten gegeben hat, da hätte ich mir nie und nimmer vorstellen können, noch einmal so eng mit ihnen zusammenzuleben. Doch ich habe mich geändert, meine Eltern haben sich geändert, und letzten Endes war es für mich immer klar, daß ich mich nicht abwenden werde, wenn sie mich brauchen. Ich könnte es nicht anders.

Ich weiß noch nicht, wohin mich dieses Blog führt, und ob es mich überhaupt irgendwo hin führt, mir hilft, mich erleichtert, denn das ist die Absicht. Aber ich würde das hier nicht schreiben, wenn ich es nicht bräuchte. Also, mal sehen, wo es hin geht.

Vielleicht ist es einfach nur schon mal gut, zu wissen, daß es da ist.

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5 Antworten zu Erste Worte

  1. meertau schreibt:

    Liebes Zwillingswelt,
    ich habe großen respekt vor dieser mutigen entscheidung und freue mich, hier lesen zu können und kann so gut verstehen…. das man sich auch im blog mal befreien und neu finden, neu erfinden muss.
    ganz herzlichen gruß, ihre sie-wissen-schon!

  2. meertau schreibt:

    hach…. hier gibts gar nix mehr zu lesen?

  3. zwillingswelt schreibt:

    Aber ja doch! Ich habe nur den ersten Beitrag fixiert, damit man weiß, um was es hier geht. Einfach runterscrollen, dann erscheinen eine ganze Menge neuer Posts, oder rechts in die Sidebar unter aktuelle Beiträge oder etwas weiter unten im Archiv gucken 🙂

  4. musenroessle schreibt:

    Huhu Liebe :-)!

    Es ist schon eine merkwürdige Sache mit diesem Internet-Ding…

    Je anonymer man hier unterwegs ist, umso offener kann man von der Laber 😉 weg schreiben…

    Aber je offener man dann hier von sich schreibt, umso weniger anonym ist man dann auch unterwegs… und umso weniger offen kann man dann wieder schreiben…

    Ein echtes Paradoxon.

    Das Thema beschäftigt mich auch seit meinem ersten Blog-Beitrag.
    Lösung habe ich leider keine. Man kann nur immer wieder versuchen einen jeweils passenden Kompromiss zwischen Offenheit und Anonymität zu finden.

    Und manchmal muss man dazu dann halt eben irgendwo neu anfangen.

    Dazu von mir erstmal leicht *hüstelhüstel* 😉 verspätet alles Gute für dein neues Blog-Leben :-)!

    Kein leichtes Thema, das dich hier beschäftigt…

    Deine Angst kann ich gut verstehen, denn es wird sicher manchmal schwer werden… aber andererseits hast du noch einmal Gelegenheit Zeit mit deinen Eltern zu verbringen….

    Ich wünsche dir, daß es bei allen Problemen auch noch viele gute gemeinsame Momenten für euch geben wird.

    Liebe Grüße

    Klaudia

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